Reiseinformatik Internet und Ciber’s

Nun, ich habe mal versprochen, noch einige Infos über das Reisen in Chile und Argentinien aus „ICT-Sicht“ niederzuschreiben. Grundsätzlich sind diese beiden Länder sehr gut mit Netzzugängen ausgestattet. Meistens hat es mehrere Internetcafes (Ciber’s) pro Dorf und in den Städten sowieso an jeder Ecke. WLAN ist allgegenwärtig, oft unverschlüsselt und „Offen“. Viele Hostels und Restaurants haben eine „WiFi-Zone“ und/oder eine Internetstation für die Gäste. Problematisch werden die Verbindungen in abgelegenen Teilen fernab der Hauptverkehrsachsen. Wenn man mehrere Stunden über unbefestigte Wege fährt, oder in einem Dorf landet, das von 20:30 bis 23:00 Strom hat, muss auch der verwöhnte Ausländer begreifen, dass wohl keine Glasfaser im Boden liegt. Aber auch dort behelfen sich die Einwohner mit GSM oder satellitenbasierten Zugängen. Die Surfstationen in den Unterkünften sind meistens besetzt und die Ablösung funktioniert meistens nicht so gut. Das würde gut funktionieren, wenn man nur kurz seinen Kram erledigen würde… Zudem sieht man immer mehr Reisende, die ein Laptop bei sich haben. Das wäre mir sicherheitstechnisch (verlust, defekt, schlecht abgesicherte Netze) zu umständlich. Zudem habe ich ja ein Telefon mit WLAN, das reicht für den Notfall.

Man hat also verschiedene Möglichkeiten ins Internet zu kommen. Grundsätzlich habe ich es bevorzugt für meist sehr wenig Geld in ein Internetcafe zu gehen. Als erstes habe ich immer kontrolliert, ob ein Virenscanner vorhanden ist. In Chile war das meistens der Fall, in Argentinien eher die Ausnahme. Die Alarmglocken haben auch geläutet, wenn ich Ares angetroffen habe. An und für sich ein absolut legales Programm. Aber für Copyrightfragen sind die Südamerikaner wohl nicht so sensibilisiert. Es wird aber meist benutzt um ziemlich illegale Sachen damit herunterzuziehen. Und Ares macht dies natürlich mit kannibalischen Bandbreitengelüsten. Normalerweise kommen aber die Leute um zu Chatten. Für mich unvorstellbar, aber dort sieht man die Leute stundenlang meist mit dem WindowsMessenger rumflirten. Oder die Kids sind auch oft am Gamen. Und ich bin überzeugt, die meisten Eltern wissen nicht, dass ihre Schützlinge da tagtäglich auf virtuellen Kriegsschauplätzen rumballern. Und dann sind da natürlich die Touristen, die nach Hause Skypen, Mailen, Bloggen oder wiederum Chatten. Achja: Webcams und Kopfhörer sind meist vorhanden. Wobei man die Kopfhörer oft nicht zu genau anschauen sollte. Dies gilt auch für die Tastaturen… Buääh.
Die vorhandenen Betriebssysteme sind wohl in den wenigsten Fällen ordentlich lizenziert. Interessanterweise ist das meistverbreitete InternetCafe-Administrationsprogramm Freeware.

Die Systeme laufen meist unter XP. Selten ist der Benutzer eingeschränkt. Externe USB-Geräte lassen sich praktisch immer Mounten. Die Kamera, der iPod, das Headset lassen sich fast immer anschliessen.

USB-Tip1: die hinteren USB-Anschlüsse sind meist schneller, als die an der Frontseite. Gerade mit USB-Sticks ist der Unterschied zwischen USB 2.0 und 1.1 gravierend. Meist kommt auch eine Warnung, dass ein 2.0 Gerät am gewählten Port nur 1.1 läuft.

USB-Tip2: bei der Wahl der USB-Geräte immer darauf schauen, dass sie nicht zu gross sind. Beim Direktanschluss kommen sie sich in den Weg. Ein Verlängerungskabel ist auch nützlich. Mein SDCard Reader hat jedenfalls meistens die nebenliegenden Ports verdeckt.

DataTravelerUSB-Tip3: Ein Speicher mit Schreibschut ist dann von Vorteil, wenn man mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Viren belästigt wird. So kann man wenigstens mit ClamAV versuchen, den Speicher des Computers zu säubern.

USB-Tip4: Schau zuerst in die Buchse! Ich habe mehrmals defekte Anschlüsse gesehen. Am schönsten ist es, wenn man den Stick ansetzt und die mittlere Isolierplatte abgebrochen ist. Das gibt einen spontanen Kurzschluss mit Reboot der ganzen Kiste!!!

Ich bin mit PortableApps ganz gut gefahren. Doch dazu mehr in einem anderen Beitrag!

27445333typische Installationen: Es funktioniert 🙂

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